Grüne Ostermundigen


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Motion 2000-Watt-Gesellschaft

Motion „Ja zur 2000-Watt-Gesellschaft“

Bruno Hirt, Grüne Ostermundigen

Auftrag
Der Gemeinderat bekennt sich zur 2000-Watt-Gesellschaft und schafft die nötigen Voraussetzungen zu deren Umsetzung.
Bis spätestens Ende 2012 ist das bestehende Energiekonzept der Gemeinde um die verbindlichen Zielsetzungen und Massnahmen so weiterentwickelt, dass es den Zielsetzungen des Bundes zur 2000-Watt-Gesellschaft entspricht. Es sind zwingend Massnahmen in einem Massnahmenplan zu bezeichnen, die es ermöglichen, die Zielsetzungen zu erreichen.

Verbindliche Ziele:
Der Energiebedarf pro Einwohnerin und Einwohner beläuft sich bis ins Jahr 2150 auf 2000 Watt. CO–Ausstoss beträgt bis ins Jahr 2150 1 Tonne-Aequivalente/Person.

Mit der Annahme der Motion wird der Gemeinderat pflichtig, das Konzept umzusetzen und im Verwaltungsbericht Rechenschaft über die Wirkung abzulegen.


Begründung
Wir leben auf zu grossem Fuss. In der Schweiz benötigt jede Person dreimal so viel Energie, wie die weltweiten Energiereserven zulassen.
Die masslose Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt und führen zu einem weltweiten Temperaturanstieg. Schon bei einer weiteren Erwärmung um etwas mehr als ein Grad Celsius drohen unumkehrbare Schäden.
Der Energieverbrauch ist unmittelbar mit der Treibhausgasproblematik verknüpft, weshalb der Weg zur „2000-Watt-Gesellschaft“ mit der Reduktion des CO–Ausstosses verbunden ist.

Energiestädte gehen mit gutem Beispiel voran. Sie gehen weiter als die gesetzlichen Vorschriften – schrittweise in die „2000-Watt-Gesellschaft“. Die „2000-Watt-Gesellschaft“ ist ein langfristiges Ziel – eine Aufgabe für mehrere Generationen. Wenn das Ziel tatsächlich erreicht werden soll, müssen wir aber heute konkrete und zielführende Massnahmen umsetzen.

Der Ausstieg aus der Atomenergie und der Klimaschutz zwingen uns zum Handeln! Wir können es uns nicht leisten, die Probleme zu ignorieren und Lösungen auf unbestimmte Zeit aufzuschieben. Wir müssen
jetzt handeln, denn wir haben nur diese eine Welt!

Die 2000-Watt-Gesellschaft ist ein Modell für einen nachhaltigen Energiekonsum und wirksamen Klimaschutz und wurde an der ETH entwickelt.
Der Bundesrat hat das Modell in seine Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen. Mehrere Kantone und Gemeinden (z.B. Thurgau, Bern, Uri, Luzern, Basel-Stadt, Gmd. Genf, Gmd. Zürich) haben sich zum Konzept der „2000-Watt-Gesellschaft“ als übergeordnetes und wegweisendes Ziel bekannt. Zürich hat die Ziele sogar in der Gemeindverordnung festgeschrieben.
Seit 1998 ist Ostermundigen als Energiestadt zertifiziert und verfügt über ein Energiekonzept. Dies ist grundsätzlich positiv zu beurteilen und ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Auch hat die Energiekommission in ihrer Sitzung vom 6. Dezember 2010 bestimmt „ihr Energiekonzept zukünftig der Vision der 2000-Watt-Gesellschaft zu unterstellen“, doch fehlt in dieser Struktur die Verbindlichkeit zu einer nachhaltigen Energiepolitik. Die bestehenden Vorgaben münden kaum in quantitativen Zielen, die Ziele sind weder messbar noch kontrollierbar. Aus diesem Grund soll das Konzept insgesamt mehr Verbindlichkeit und konkrete messbare Ziele mit entsprechenden konkreten Massnahmen enthalten.

Es braucht zwingend den politischen Willen, um das Ziel einer „2000-Watt-Gesellschaft“ erreichen zu können! Es muss
jetzt gehandelt werden. Es müssen zielführende Massnahmen jetzt getroffen werden. Die Ziele müssen klar formuliert und messbar gemacht werden.

Ostermundigen 9. Juli 2011 / hi Bruno Hirt & Hans-Rudolf Burkhalter

In der GGR-Sitzung vom 27. Oktober 2011 wurde die von den Grünen Ostermundigen eingereichte Motion mit einer kleinen Abänderung angenommen.
Statt Ende 2012 soll das neue Energiekonzept Ende 2014 vorliegen.Darin werden die Ziele mit entsprechendem Absinkpfad verbindlich festgehalten sein.
Damit wird sich Ostermundigen als "Energiestadt" auf den Weg zu der "2000-Watt-Gesellschaft" machen müssen.

Ein kleiner Erfolg für die Grünen Ostermundigen!

Die Vorlage mit Anwort des Gemeinderates.

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